Parkanlage Beckenhof
Instandsetzung einer vielschichtigen Parkanlage

Diesen Monat April 2026 können wir die Instandsetzung Park Beckenhof erfolgreich abschliessen. Die frühlingshaften Temperaturen lockten schon viele Nachbarn und Neugierige an. Erste positive Reaktionen finden sich bereits in den Sozialen Medien. Im Laufe des Monats werden wir auch den Spielplatz eröffnen können, dessen Spielplatzprüfung aktuell noch aussteht.

Den grössten Augenmerk bietet aktuell das Blumentheater im Zentrum der Anlagen. Mehrere Reihen Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und zuvor Krokusse tauchen den Park in ein Farbenmeer von kräftig leuchtendem Rot, Gelb und (noch etwas verhalten) Blau.

Über 50 neue Bäume und mehrere Are an neu gesetzten heimischen Kräutern, Strauch- und Deckgehölzen erhöhen den ökologoischen Wert der Anlagen. Neue Aufenthaltsangebote und die verbesserte Zugänglichkeit des Parks und seiner Partien erhöhen die Attraktivität des Beckenhofs für seine Gäste spürbar, und werden gut angenommen. Der entnommene Diagonalweg, dessen Verschwinden einiges an Resonanz auslöste, wird schon längstens nicht mehr vermisst. Es führte viel mehr dazu, dass die Quartierbevölkerung alte Parkwege neu entdeckten und ihren Park auf verschiedene Weisen neu durchqueren.

Geschichtlich ist der Beckenhof verbliebener Teil eines bis an die Limmat reichenden Herrensitzes aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 1860 errichtete Baumeister Ottiker auf dem Land den heutigen Landschaftsparks, dessen innere Wegeführung sich aus einem älteren biedermeierlichen Blumengarten ableitete. 1886 gestaltete Otto Froebel die Parkanlage teilweise neu. Fortan erschloss ein Wegoval die Parkmitte, ein Hohlweg verband die seitlichen Rundwege unterhalb des Rund- und Maskenbrunnens. 1908 waren die Gebrüder Mertens eingeladen, Änderungen am Wegeverlauf und der Bepflanzung im Park vorzunehmen. 1928 wird die Stadtgärtnerei Zürich unter der Leitung ihres Garteninspektors den bis anhin privaten Landschaftspark in eine öffentliche Parkanlage umgestalten. Die letzte grössere Transformation datiert in die Jahre 1952/54, woraus u.a. die beiden Spielplatzterrassen resultierten.

Ziel unseres Instandstellungsprojekts war die Wahrung der historischen Vielschichtigkeit und Bedeutung der Parkanlage, der Beibehalt des grossen Erholungswerts fürs Quartier und die neuerliche in Szenesetzung der stimmungsvollen Atmosphäre allen Orts.

Auftraggeberin / Bauherrin

Stadt Zürich, 
vertreten durch Grün Stadt Zürich 
Projektleitung: Petra Schröder

Projektdaten

2021: Projektierung
2023: Bewilligungsphase
2024: Rechtsverfahren
2025-26: Realisierung 
2026: Erstellungspflege

Arbeitsgemeinschaft

Baumbüro Zürich | Antje Lichtenauer
Diversifolium | Simona Zahner

Fachplaner*innen

kukuk Schweiz GmbH, Arlesheim BL - Spielplatzplaner
Süss und Partner, Zürich, Ingenieure Tiefbau
Gysi Leoni Mader AG, Zürich - Altlasten, Regenwasserbewirtschaftung
Martin Zacherl, Kunstschmiede Hombrechtikon - Fachexperte Eisenrestaurierung
Kontra Korrosion Rickenbacher GmbH, Steinen SZ - Fachexperte Korrosionsschutz
Frehner & Görner AG, Kunstrestaurator Winterthur - Fachexperte Natursteinrestaurierung

Unternehmungen

Lüscher Gartenbau AG, Zürich - Garten- und Landschaftsbau
kukuk Schweiz GmbH, Arlesheim BL - Spielgerätebau
Crea Beton, Schweiz - Vorfabrikation Betonelemente
Emil Fischer AG, Schinznach AG - Natursteinrestaurierung
Frehner & Görner AG, Kunstrestaurator Winterthur - Kunststeinrestaurierung
Fontana & Fontana AG, Jona SG - Putzrestaurierung
Malerhandwerk Julia Ambühl GmbH, Ohmstal LU - Betonkosmetik
Kunstschmiede Leonardo Benazzi AG, Grüningen - Zaunrestaurierung LOS 1
Metallwerkstatt Ruben Cista AG, Schlieren - Zaunrestaurierung LOS 2 & 3
Kohler Zäune AG, Birmensdorf - Einfriedungen
Hotz Elektro AG, Regensdorf - Elektroinstallationen
Sprenger & Hauser AG, Zürich - Sanitärinstallationen
FSG Bau AG, Zürich - Baumeisterarbeiten
Esslinger AG, Wangen-Brüttisellen - Belags- und Kanalisationsarbeiten