Schwarzhüsli St. Gallen
Ehemaliges Forst- und Bauernhaus in Tablat

Das im Landschaftsschutzgebiet der Stadt St. Gallen situierte Wohnhaus diente bis vor einigen Jahren der Ortsburgergemeinde als Forsthaus . Es handelt sich um ein bemerkenswertes Zeugnis bäuerlicher Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts, dessen baulicher Kern auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Seine wohlproportionierte klassizistische Fassade erhielt es bereits 1829, den Kreuzfirst 1877/87 als das Gebäude um Wohnkammern im Dachgeschoss ergänzt wurde. 1905 wurde es zum Forsthaus umgewidmet. Seine jüngere bauliche Entwicklung ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts steht im unmittelbaren Zusammenhang der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Tablats, als das Wohnhaus Industriearbeitern als Schlafstätte ergerichtet wurde. Das Schwarzhüsli prägt den Landschaftsraum oberhalb St. Georgen, mit dem es seit Jahrhunderten untrennbar verbunden ist, wesentlich mit. 

Das Wohnhaus steht aktuell leer. Ausstehende Investitionen wie der Hausanschluss an die Kanalisation verunmöglichen eine Wohnnutzung. Laut eines Zeitungsberichts im Frühjahr 2019 soll das Gebäude zeitnah ersatzlos abgebrochen werden.