Elfenau
Wiederherstellung Pleasureground

Die Elfenau ist eine der grossartigsten Schöpfungen landschaftlicher Gartenkunst in der Schweiz und figuriert seit 2009 als Denkmal von nationaler Bedeutung. Der nur teilweise ausgeführte Entwurf von 1814 stammt aus der Feder des Kunstgärtners Joseph Bernard Baumann, Eigentümer der seinerzeit grössten kontinentalen Baumschule. Ausgeführt wurden die Anlagen von Handelsgärtner Abraham Müller, angeleitet durch den Patrizier Rudolf von Luternau. Der Gartenliebhaber liess viele Pflanzen aus Kew Garden und dem Gut Claremont bei London in die Elfenau liefern.

Die einstige Campagne stand 2005 zur Vermietung frei. Um den künftigen Mietern eine Privatsphäre in dem ansonsten öffentlichen Park anzubieten, einigte sich die Verwaltung darauf, die Blumeninseln des ehemaligen Pleasuregrounds auf Grundlage des Plans von 1814 neu anzulegen. Da keinerlei Rückschlüsse auf eine frühere Bepflanzung möglich waren, entschieden wir uns, die Bepflanzung nach Prinzipien jener Zeit vorzunehmen, ohne uns auf eine allfällige Katalogware jener Tage zu fokussieren.

Blumenbeete im Biedermeier waren bunt durchmischt und ohne erkennbare Ordnung, weshalb wir die Stauden in einem zufällig angeordneten Raster setzten. Bei der Farbwahl herrschte je Beet ein Grundfarbton vor, Weiss galt als verbindende Farbe. Den Gärtnern standen um 1820 nur saisonal blühende Ware zur Verfügung. Es blühten daher nie alle Beete gemeinsam, sondern zeitlich versetzt. Wir entschieden uns für einen Frühsommer- und Herbstaspekt. Eingefasst sind die Blumenbeete von Blattstauden, denen als ganzjährige Konstante mit die grösste Bedeutung zukam.

Auftraggeber / Bauherr

Stadtgärtnerei Bern

Projektdaten

Entwurf und Umsetzung 2005

Zusammenarbeit

weber & brönnimann AG, Bern

 

Projekt herunterladen