Museum Lindengut Winterthur
Parkpflegewerk für den ältesten Winterthurer Landschaftsgarten

Johann Sebastian von Clais liess 1778 die klassizistische Villa, damals Clais’sches Gut genannt, erbauen. Zeitgleich errichtet wurden auch zwei symmetrische Orangeriegebäude mit Schwanenhalsdach. Aus der Bauzeit stammte ferner ein Rundbecken im Zentrum eines Wegkreuzes, das plangrafisch erstmals 1833 dargestellt wurde. Bestandteil der Plandarstellung war auch ein kleiner Garten mit landschaftlicher Wegführung, westlich des Herrenhauses gelegen, das an den regelmässigen Hauptgarten angrenzte. Um 1843 erfolgte die vollständige landschaftliche Überformung der Liegenschaft, wofür auch das ursprünglich rund gebaute Wasserbecken durch das heutige ovale Becken ersetzt wurde. Aus dem Jahr 1889 datiert ein Planentwurf des bekannten Gartenarchitekten Evariste Mertens, der teilweise ausgeführt war (u.a. ein Rasentennisplatz).
1946 kaufte die Stadt die Liegenschaft. Ein gusseiserner Pavillon, vorgestellt an der Zürcher Landesausstellung  1883, fand 1977 im Lindengutpark seinen Platz. Er stand ursprünglich bei der Villa Schöllhorn (2005 abgebrochen) und wurde so vor dem Verrosten gerettet. Als im Jahre 2002 der westliche Randbereich der Parkanlage im Zusammenhang mit der Verbreiterung der General Guisan-Strasse neu gestaltet wurde, folgte man bei der Umgestaltung den Empfehlungen des Parkpflegewerks. Der lange Zeit unterbrochene Rundweg im Park wurde geschlossen, der Fussgängerbereich wurde verbreitert und geöffnet und die trennenden Rabatten längs der Strasse aufgehoben. Gleichzeitig konnte die Platanenallee erweitert werden.

Auftraggeber / Bauherr

Stadtgärtnerei Winterthur

Projektdaten

Parkpflegewerk 2001

Zusammenarbeit

IBID Bauforschung AG, Winterthur

 

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